Interview mit Kerstin Neure­uther

Kerstin Neureuther
Elektronikerin
Seit 2008 bei WEISS

Kerstin Neureuther hat 2008 nach 11-jähriger beruflicher Auszeit bei WEISS als Elektronikerin begonnen. Die alleinerziehende Mama von drei Kindern konnte so wieder in ihren Beruf zurückkehren.

Berufserfahrene

Wie war Ihr bisheriger Werdegang?

Ich habe bei einem großen Elektrogerätehersteller meine Ausbildung zur Industrieelektronikerin mit Fachrichtung Gerätetechnik gemacht. Danach habe ich eine Familie gegründet, meine drei Kinder bekommen und bin elf Jahre zu Hause geblieben. 2008 konnte ich bei WEISS wieder in meinen Beruf einsteigen, als alleinerziehende Mama zuerst halbtags und dann in Vollzeit.

Wie sind Sie zu WEISS gekommen?

Als meine Kinder alt genug waren, wollte ich wieder arbeiten. Durch ein Zeitungsinserat bin ich auf eine Vollzeitstelle bei WEISS aufmerksam geworden. Auf diese Stelle habe ich mich einfach beworben, obwohl ich wusste, dass ich Vollzeit zu diesem Zeitpunkt wegen meiner Kinder noch nicht leisten konnte. Bei einem persönlichen Gespräch wurde mir dann die Möglichkeit eröffnet, halbtags einzusteigen und etwas später auf Vollzeit umzustellen.

Wie sieht Ihr Aufgabengebiet aus?

Als Industrieelektronikerin bin ich bei WEISS für den Aufbau, das Parametrieren und Bespielen von Steuerungen zur Koordination in der Elektromontage zuständig. Dabei handelt es sich um kundenspezifische Steuerungen und Aufträge für verschiedene Tische wie zum Beispiel CR-Tische oder Schwerlasttische.

Was ist die größte Herausforderung bei Ihrer Arbeit?

Ich würde sagen, die Kombination von Qualität und Quantität. Das fehlerfreie und effiziente Abarbeiten kundenspezifischer Aufträge, sodass das Lieferversprechen, das wir unseren Kunden geben, eingehalten werden kann. Das ist für mich die größte Herausforderung.

War es schwierig, nach Ihrer Auszeit beruflich wieder Fuß zu fassen?

Als ich nach meiner Erziehungszeit wieder einsteigen wollte, war ich eigentlich davon überzeugt, dass ich in meinem Beruf keine Chance mehr bekommen werde. Der Fachbereich Elektronik ist so schnelllebig, die Technik verändert sich ständig. Nach elf Jahren Auszeit in dieser Branche wieder den Anschluss zu finden, ist nicht einfach. Anfangs hatte ich auch meine Zweifel, ob ich das wirklich schaffen kann. Aber WEISS hat mir die Chance gegeben, mich Schritt für Schritt einzuarbeiten. Dieses Vertrauen hat mir Mut gemacht, obwohl es eine große Herausforderung war, den Überblick über die Vielfalt an Steuerungskomponenten und Produkten bei WEISS zu gewinnen. Mittlerweile bin ich schon einige Jahre dabei und es läuft sehr gut. Heute bin ich sehr dankbar für die Chance, die mir gegeben wurde.

Wie ist es als Frau, sich in einem Männerberuf zu behaupten?

Natürlich ist es schon so, dass man als Frau in einem Männerberuf immer ein klein wenig mehr Einsatz bringen muss, um für voll genommen zu werden. Damit hatte ich aber noch nie Probleme, auch nicht während der Ausbildung. Außerdem haben wir bei WEISS ein sehr gutes Arbeitsklima, die Kollegen sind sehr nett und im Team klappt alles sehr gut.

Würden Sie einem jungen Mädchen empfehlen, eine Ausbildung in einem sogenannten Männerberuf zu machen?

Meine Tochter macht derzeit eine Ausbildung zur Erzieherin. Allerdings ist der Verdienst in diesem Beruf nicht gerade gut. Sie arbeitet deshalb nebenbei auch noch als Minijobberin bei WEISS und findet durchaus Gefallen am technischen Bereich. Ich würde jedem Mädchen, das Interesse an einer technischen Ausbildung hat, raten, diesem Interesse auch nachzugehen und sich nicht von sogenannten Männerberufen abschrecken zu lassen. Natürlich ist es nicht einfach, als Frau nach einer Babypause wieder in einen technischen Beruf einzusteigen. Allerdings sind die Karriere- und Verdienstmöglichkeiten oft auch um ein Vielfaches besser. Und wenn man es wirklich will, dann kann man den Wiedereinstieg auch nach längerer Auszeit noch schaffen. Vor allem, wenn man die Unterstützung von einem Arbeitgeber wie WEISS hat.

Was ist das Besondere an WEISS?

WEISS hat mich bei meinem beruflichen Wiedereinstieg unterstützt, und das, obwohl ich als alleinerziehende Mutter von drei Kindern alles andere als der Wunschkandidat vieler Firmen bin. Als besonders würde ich deshalb die Flexibilität der Firma bezeichnen. Ich konnte zum Beispiel mit einer Halbtagsbeschäftigung anfangen und danach problemlos auf Vollzeit wechseln. Und wenn eines meiner Kinder mal krank war, ich Termine in der Schule wahrnehmen wollte oder als alleinerziehende Mama zu Hause einfach mal gebraucht wurde, konnte ich das immer problemlos einrichten, da kam mir WEISS sehr entgegen. Diese Flexibilität findet man in den wenigsten Firmen.

Was wollen Sie mit WEISS erreichen?

Ich möchte die Firma dabei unterstützen, auch in Zukunft erfolgreich zu sein. Die Internationalisierung ist ein sehr wichtiges Thema, das auf den Weg gebracht werden muss. Ich möchte meinen Teil zum Erfolg des Unternehmens beitragen, damit sichere Jobs in der Region auch in Zukunft erhalten bleiben. Gut finde ich, dass wir dabei von WEISS unterstützt werden. So werden zum Beispiel verschiedene Weiterbildungen wie Englischkurse etc. angeboten.

Was schätzen Sie an Ihrer Heimatregion?

Ich lebe gerne hier, weil ich in dieser Region aufgewachsen bin, meine Familie hier lebt und ich mich meiner Heimat verbunden fühle. Ich mag die Ruhe, das Stadtleben ist mir einfach zu hektisch. Deshalb finde ich es gut, einen Arbeitgeber wie WEISS gefunden zu haben, der mir hier vor Ort die Möglichkeit eines guten und sicheren Arbeitsplatzes bietet.

Welche drei Begriffe fallen Ihnen zu WEISS ein?

Familiäres Arbeitsklima, Flexibilität und eigenständiges Arbeiten.

Liebe Kerstin Neureuther, vielen Dank für das Gespräch.